06.12.2016

NordAudit

Der Verbund Norddeutscher Universitäten arbeitet derzeit an der Entwicklung eines hochschulübergreifenden Verfahrens zur Weiterentwicklung der hochschulinternen Verfahren der Qualitätssicherung in Lehre und Studium.

Das mehrstufige hochschulübergreifende Verfahren der Qualitätssicherung und -entwicklung im Bereich Lehre und Studium – das NordAudit zielt längerfristig auf die Weiterentwicklung von Systemakkreditierung und institutionellem Qualitätsaudit. Es folgt diesen Ansätzen systematisch und methodisch – greift jedoch die Kritik an den bestehenden Verfahren der Akkreditierung auf – und führt sie unter Fokussierung auf die immanenten Bedarfe der Universitäten weiter. Es bietet den Nordverbundsuniversitäten die Möglichkeit, Qualitätsentwicklung unter der Prämisse von Wissenschaftsadäquanz und Hochschulautonomie zu optimieren.

Konzeptionell besteht das NordAudit aus drei Elementen, von denen jedoch zunächst nur zwei Elemente erprobt werden:

Im NordAudit A wird das System der Qualitätssicherung und -entwicklung einer Verbundsuniversität im Bereich Studium und Lehre durch eine kleine Gutachtergruppe begutachtet. Darüber hinaus wählt die Universität einen oder mehrere Aspekte als Schwerpunkt(e), zu denen sie sich Empfehlungen wünscht.

Für das NordAudit B – dem ‚Dies Qualitatis‘ lädt die Hochschulleitung der durchführenden Universität nach Vorlage des Gutachtens die anderen Verbunduniversitäten ein, um über die Ergebnisse zu diskutieren und von der Expertise der Kollegen hinsichtlich der eigenen Weiterentwicklung und bei der Umsetzung von Gutachterempfehlungen zu profitieren.

Es ist vorgesehen, dieses Verfahren – Audit A und Audit B – an zwei Universitäten des Verbunds zu erproben und anschließend die Anerkennung als Zwischenevaluation im Rahmen der Systemakkreditierung beim Akkreditierungsrat zu beantragen. Ein externer Beirat begleitet diese Pilotphase kritisch und konstruktiv.

NordAudit A und B sind mit einem vergleichsweise geringen Kostenvolumen realisierbar.

Bei erfolgreicher Durchführung dieses Verfahrens wäre es perspektivisch möglich, eine ‚Große Evaluation‘ (NordAudit C) als Alternative zur bestehenden Systemakkreditierung zu entwickeln und in das Verfahren zu integrieren.


Für Rückfragen steht Ihnen Ihre Qualitätsbeauftragen vor Ort gerne zur Verfügung.