Nordverbund, 20.03.2015

Mitgliederversammlung in Kiel

Zu ihrer turnusmäßigen Mitgliederversammlung trafen sich die Präsidentinnen und Präsidenten sowie Rektorinnen und Rektoren aller Nordverbund-Universitäten im März 2015 an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU).

Themenschwerpunkte der Sitzung waren aktuelle hochschulpolitische Entwicklungen im Bund und in den Ländern sowie künftige Verbundprojekte in den Bereichen Studium, Lehre und Forschung. Vor dem Hintergrund des aktuellen öffentlichen Diskurses über Beschäftigungsverhältnisse in der Wissenschaft stand auch ein Austausch über die anstehende Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG) auf der Tagesordnung. Hierzu haben die Verbundmitglieder eine gemeinsame Stellungnahme vorgelegt, in denen sie sich für angemessene Vertragslaufzeiten aussprechen, aber auch Chancengerechtigkeit und die besonderen Erfordernisse bei der Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses betonen. Die Mitgliedsuniversitäten wollen sich über Personalentwicklungskonzepte im Bereich des wissenschaftlichen Nachwuchses austauschen und sich auf der Grundlage bereits vorliegender Konzepte über „good practice“ Modelle verständigen.


Für den Bereich der Lehre vereinbarten die Mitgliedsuniversitäten, die Implementierung eines gemeinsamen Auditverfahrens zu prüfen. Die Arbeitsgruppe Qualitätssicherung wurde gebeten, auf der kommenden Mitgliederversammlung im Wintersemester 2015/16 einen entsprechenden Konzeptentwurf vorzulegen. Das NordAudit-Verfahren soll durch die Verbund-Universitäten gemeinsam ausgearbeitet, erprobt und evaluiert werden. Mit einem Audit-Verfahren würden frühere Projekte des Nordverbundes zu gemeinsamen Evaluationen aufgegriffen und im Bereich der Systemakkreditierung sowie zur gegenseitigen Unterstützung im Rahmen der systematischen Qualitätssicherung nutzbar gemacht werden. Ziel des Projektes ist, die externe Komponente im Rahmen der internen Qualitätssicherungssysteme durch die Entwicklung eines gemeinsamen kontinuierlichen Peer-Review-Verfahrens herzustellen. Die Verbundmitglieder beschlossen weiterhin, ihre hochschuldidaktischen Angebote gegenseitig für Interessierte zu öffnen und somit den Austausch zwischen den Universitäten zu fördern und das eigene Programm gezielt zu erweitern.


Für den Bereich der Forschung war der Bericht des Koordinators der AG Forschung Anlass zu einer Diskussion über Forschungsperspektiven und mögliche Kooperationsfelder im Nordverbund. Präsentiert wurde der geplante Forschungskompasses Nord, der auf der Website die Forschungsschwerpunkte innerhalb des VNU geografisch und übersichtlich abbilden soll. Die Konzeption und Ausschreibung eines Wettbewerbes für Verbundforschung zur Förderung von Kooperationen innerhalb des Nordverbundes wird Gegenstand der kommenden Klausur der Arbeitsgruppe Ende Mai sein.