Tagung: Studierbarkeit sichern: Studium und Lehre auf dem Prüfstand – eine Zwischenbilanz
Am 06. und 07.03.2012 laden der Verbund Norddeutscher Universitäten und das HRK-Projekt Nexus zu einer Tagung mit dem Fokus "Studierbarkeit" nach Hamburg ein.
Mit der Studienreform ist das Thema „Studierbarkeit“ in das Zentrum der universitä-ren Wahrnehmung gerückt. Jeder Studiengang, jedes Modul, wird im Rahmen der Akkreditierung auf seine Studierbarkeit im Sinne der zumutbaren Arbeitsbelastung der Studierenden hin überprüft – so wollen es die Ländergemeinsamen Strukturvorgaben der KMK.
Mehr Aufschluss über die Faktoren, die Studierbarkeit beeinflussen, geben die „Regeln für die Akkreditierung von Studiengängen und für die Systemakkreditierung des Akkreditierungsrates: „…Die Berücksichtigung der erwarteten Eingangsqualifikationen, eine geeignete Studienplangestaltung, die auf Plausibilität hin überprüfte (bzw. im Falle der Erstakkreditierung nach Erfahrungswerten geschätzte) Angabe der studentischen Arbeitsbelastung, eine adäquate und belastungsangemessene Prüfungsdichte und -organisation, entsprechende Betreuungsangebote sowie fachliche und überfachliche Studienberatung. Die Belange von Studierenden mit Behinderung werden berücksichtigt.“
Wie werden diese Faktoren in der universitären Wirklichkeit beachtet und umgesetzt? Was macht gute Studierbarkeit aus und anhand welcher Kriterien kann sie tatsächlich gemessen und gesichert werden? Das sind Leitfragen in den Projekten „Sicherung der Studierbarkeit durch Qualitätsmanagement in Studium und Lehre“ des Verbunds Norddeutscher Universitäten und „nexus – Konzepte und gute Praxis für Studium und Lehre“ der Hochschulrektorenkonferenz.
Auf der Tagung werden erste Zwischenergebnisse zur Diskussion gestellt. Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sollen praxisnahe Aussagen formuliert und gute Beispiele vorgestellt werden, was gute Studierbarkeit ausmacht und wie sie gemessen werden kann. Bildungsforscher und Hochschulleitungen werden diese Statements kommentieren. Schwerpunktthemen der Workshops sind die Studienplanung in der Eingangsphase, die Modularisierung im Hinblick auf Lernergebnisorientierung, die Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen, das Diversitätsmanagement, Kompetenzorientierte Prüfungen sowie Beratung und Betreuung der Studierenden. Eine Diskussionsrunde wird das Spannungsfeld zwischen Hochschulautonomie und politischen Strukturvorgaben vermessen und der Frage nachgehen, in welchem Verantwortungsbereich die Studierbarkeit anzusiedeln ist. Zum Abschluss widmet sich die Tagung der Frage, wie die Studierbarkeit in einem universitären Qualitätsmanagement systematisch berücksichtigt werden kann. Dabei soll auch der Ansatz des Nordverbunds-Projekts von verschiedenen hochschulpolitischen Akteuren kritisch kommentiert werden.
Die Tagung richtet sich gleichermaßen an Lehrende und Studierende, Hoch- und Fakultätsschulleitungen sowie Studienganggestalterinnen und Studienganggestalter sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Qualitätssicherung.
Hier finden Sie das aktuelle Tagungsprogramm.
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