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Evaluation
 
 

Die Evaluation von Studienfächern ist das Herzstück der Kooperation der 7 Mitgliedshochschulen im Verbund Norddeutscher Universitäten seit seiner Gründung im Jahre 1994. Seitdem wurden für insgesamt 22 Studienfächer Evaluationsverfahren realisiert; im Rahmen dessen wurden u.a. 91 Begehungen mit insgesamt 144 Fachgutachterinnen und -gutachtern als Externen Peers durchgeführt.

Die Universitäten kooperieren Im Verbund vorrangig in Bereichen wie der Evaluation, da hier Synergieeffekte erzielt werden können. Es soll ein offener Wettbewerb gefördert werden, in dem es um einen Erfahrungsgewinn und das Streben nach guten Lösungen geht, wobei die Autonomie der einzelnen Partner gewahrt bleibt.

Die Evaluationsverfahren zielen auf die Verbesserung der Praxis, fördern die Selbstreflexion der Beteiligten sowie ihre interne Kommunikation und bieten Anreize für kontinuierliche Verbesserungen.

Zusätzlich zu den Evaluationsverfahren von Studium und Lehre werden ebenfalls gemeinsame Umsetzungsprojekte realisiert, sodass sich in der Netzwerkarbeit des Verbunds die Kompetenz zu den Themen Qualitätssicherung und Qualitätsmanagement im Hochschulbereich auch in länderübergreifender Perspektive bündelt.

Bei der Konzeption des sog. „1. Evaluationszyklus“  wurde ein Verfahren nach denjenigen Standards und Kriterien entwickelt, die sich im internationalen und nationalen Rahmen in der Qualitätssicherung und –überprüfung im Hochschulbereich bewährt hatten und auf den damals gültigen Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Stärkung der Lehre in den Hochschulen durch Evaluation (1996) und der HRK-Empfehlungen zur Evaluation im Hochschulbereich unter besonderer Berücksichtigung der Lehre (1995) aufbauten. In diesem 1. Zyklus bestand das Verfahren aus folgenden Elementen: Interne Evaluation, Externe Evaluation, Follow Up.

Im 1. Zyklus wurden nach diesem Aufbau zwischen 1994 – 2003 alle diejenigen Studienfächer evaluiert, die an mehr als zwei Universitäten angeboten werden.

Auf der Grundlage einer Metaevaluation wurde im Sommersemester 2004 mit dem „2. Evaluationszyklus“ begonnen. Für diese zweite Runde der Evaluationsverfahren wurde ein neues Verfahrensdesign entwickelt, welches die Schwerpunkte auf 'Lernergebnisse' und ein 'Qualitätsmanagement' legt und somit auch den aktuellen Anforderungen aus den hochschulpolitischen Entwicklungen im Zuge des „Bologna-Prozesses“ Rechnung trägt.

Im 2. Zyklus wurde das Verfahren erweitert um Elemente, die auch die Umsetzung der Ergebnisse stärker in den Focus rücken und die Nachhaltigkeit sowie die Verbindlichkeit bei der Umsetzung betonen.

Bundesweit einmalig war es bei der Implementation des 2. Zyklus, dass Konsequenzen aus der Evaluation (Zielvereinbarungen) explizit als ein Bestandteil der Organisationsentwicklung innerhalb der einzelnen Universität verankert wurden. Mehr Informationen zum Verfahren finden Sie hier.

Nach diesem Verfahren evaluieren zurzeit die Studienfächer Medizin und Pharmazie.

Da die meisten anderen Studienfächer im Moment die gestuften Studienprogramme planen, akkreditieren und umsetzen, wird im Rahmen der Evaluation versucht, auf die jeweils aktuellen Anforderungen in den entsprechenden Studienfächer zu reagieren:

Im Studienfach Geschichte wurden beispielsweise zunächst die Konzepte für die gestuften Studienprogramme ausgetauscht. Eine Arbeitsgruppe hat Minimalstandards erarbeitet, die ein Curriculum aufweisen muss, wenn Studierende ohne Ansehen des Einzelfalles von Universität zu Universität wechseln wollen. Im nächsten Schritt werden die Fragestellungen erarbeitet, die bei der Einführung der gestuften Studienprogramme beobachtet und in eine Evaluation eingebracht werden sollen. Ein ähnliches Vorgehen ist für das Studienfach Chemie geplant.

Im Studienfach Wirtschaftswissenschaften wird derzeit ein Projekt geplant, in dem Elemente für ein Qualitätsmanagement auf Fachbereichsebene entwickelt werden, die von den wirtschaftswissenschaftlichen Einrichtungen erprobt werden sollen.

Es ist geplant, diese Konzeption auch anderen Studienfächern anzubieten.

Mehr Informationen zum Verfahren finden Sie hier.

 

 

 
Verbund Norddeutscher Universitäten, Bibliothekstraße 1,
Tel: 0421-218 60120

  Aktualisiert am 31.05.2007